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Vom „Computer-Nerd“ zum IT-Rundum-Service

Rhein-Consulting-Gründer Marc Rhein baute schon zu Abiturzeiten Computer von Freunden und Bekannten zusammen, installierte Betriebssysteme und weitere Software. Diesem Kerngeschäft ist der Geschäftsführer bis heute treu geblieben – Geschäftsfelder wie Datensicherung, IT-Telefonie und Webprogrammierung sind hinzugekommen. Das Unternehmen ist mit den Herausforderungen an die IT gewachsen – gemeinsam mit seinen Kunden aus Pionierzeiten.

Herr Rhein, wie kamen Sie auf die Idee, Rhein-Consulting zu gründen?

Marc Rhein: Im Prinzip wollte ich schon immer etwas „Eigenes“ machen – und ich habe schon zu Schülerzeiten die PCs meiner Bekannten und Freunde installiert. Da lag die IT als Betätigungsfeld nahe.

Das erste IT-Unternehmen habe ich in den 90er Jahren mit einem Freund aus Kindertagen gegründet. Es gab dann noch einige Umwege über weitere IT-Unternehmungen, unter anderem waren wir jeder als Einzelunternehmer mit etwas anderen Schwerpunkten selbstständig.

Ich war fürs Systemhausgeschäft zuständig, damals noch von meinem heimischen Keller aus, in dem sich Büro und Lager befanden – David hatte sich auf Webprogrammierung spezialisiert. Eine Zeitlang haben wir kooperativ zusammengearbeitet und dann beide Unternehmen wieder zusammengelegt. Als David später ein gutes Job-Angebot bekam, habe ich das Geschäft komplett übernommen – inklusive aller Mitarbeiter und deren Kompetenzen.

Wie hat sich denn der heutige Kundenstamm entwickelt? Von der PC-Installation bei Freunden und Bekannten kann man ja nicht leben …

Viele Aufträge haben sich durch Mundpropaganda und Weiterempfehlungen ergeben. Das ist übrigens bis heute noch so. 2003 war für uns dann ein wichtiges Jahr, in dem wir gewachsen sind. Einer unserer Kunden hatte ein Bürocenter in Köln-Deutz eröffnet. Hier sind viele Gründer eingezogen, deren Netzwerke und PCs wir eingerichtet haben. Daraus haben sich viele Kontakte und Folgeaufträge ergeben. Die meisten Unternehmen gehören heute noch zu unseren Kunden – und haben 20 oder mehr Mitarbeiter. Wir sind sozusagen gemeinsam größer geworden.

Schließen Sie immer noch PCs an? Oder was hat sich seit damals an Ihren Dienstleistungen geändert?

Das klassische Geschäft – Software installieren, Rechner und Mails für neue Mitarbeiter einrichten, PC-Probleme lösen – ist immer noch unser tägliches Brot. Der Bürobetrieb in Unternehmen muss einfach laufen. Der Wechsel von stationären Systemen hin zur Cloud hat natürlich einiges verändert. Dadurch dass die Systeme nicht mehr in den Unternehmen selbst stehen, haben wir zum Beispiel mehr Aufgaben im Bereich Firewall oder Datensicherheit. Und wir sind von Servicetechnikern eher zu Büroleuten geworden. Vieles lässt sich per Remote – also Fernzugriff auf das Kundensystem – regeln, so dass wir in ganz Deutschland Kunden bedienen können. Bei unserem Kundenstamm gibt es allerdings kaum Fluktuation, so dass viele hier im Umkreis sind. Einen IT-Dienstleister wechselt man nicht mal eben, wie einen Papier-Lieferanten. Wenn alles läuft, dann bleibt der Kunde.

Cloud-Computing ist ja noch nicht so alt. Haben sich Ihre Kunden daran gewöhnt, dass ihre IT-Struktur und Daten außerhalb der eigenen Räumlichkeiten gesichert werden?

Unsere Kunden schon. Denn denen können wir die Sicherung ihrer Daten in unserem eigenen Rechenzentrum in Frankfurt bieten. Sie wissen damit ganz genau, wo ihre Daten sind. Diese Transparenz ist vielen wichtig. Und einen besseren Schutz gegen Diebstahl und Brandschutz gibt es nicht. 

Die DSGVO ist ja in aller Munde. Wie hat sich die Forderung nach datenschutzkonformer Verarbeitung der Daten auf Ihre Arbeit ausgewirkt?

Im Prinzip gar nicht so sehr. Datensicherheit war für uns schon immer ein wichtiges Thema. Wenn Sie die Datensicherheit in Ihrem Unternehmen ernst nehmen, schützen Sie gleichzeitig die personenbezogenen Daten – ganz im Sinne der DSGVO. Früher hat der Chef schon mal die USB-Festplatte mit den Daten der jeweils letzten Woche mit nach Hause genommen. Das war im Prinzip eine weitere Gefährdung der Daten, wenn man sie herumträgt. Und wenn der Chef mal im Urlaub ist, die Sicherung vergessen wird und dann etwas passiert … Die Arbeit einer ganzen Woche ist dann weg, für viele Unternehmen eine Katastrophe. Mit einem Online-Backup im Rechenzentrum muss sich niemand mehr kümmern, damit alles „safe“ ist. 

Durch die DSGVO hat sich allerdings etwas im Service geändert. Wir beraten jetzt zunehmend zum Thema Datenschutz und bieten hierzu auch Schulungen an. Und einer unserer Mitarbeiter kann durch seine Zusatzausbildung unsere Kunden als externer Datenschutzbeauftragter unterstützen. Für unsere Kunden ist es übrigens ein großer Vorteil, dass Datenschutz und IT heute so eng verzahnt sind. Denn wir sind über die Betreuung der Unternehmens-IT schon im Thema und müssen nicht noch aufwendig erfragen und zusammentragen, welche Daten es zu schützen gilt. Außerdem kennen wir die IT-Lösungen, mit denen unsere Kunden arbeiten. 

Welche Lösungen verkaufen Sie denn am häufigsten an Ihre Kunden?

Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Wir suchen immer nach der Lösung, die für unseren Kunden genau passt. Das muss nicht das neueste und umfassendste Produkt sein, das gerade auf dem Markt ist. Manche IT-Experten sind sehr technikverliebt und installieren dann überdimensionierte Lösungen, die der Kunden in diesem Umfang nicht braucht. Wir raten auch schon einmal ab, selbst wenn der Kunde das Geld gerne ausgeben würde. Es muss für ihn sinnvoll sein.
Hierfür schauen wir uns immer wieder auf dem Markt um, welche neuen Produkte es gibt, um für unsere Kunden innovative Lösungen zu finden. 

Gehen Ihre Kunden mit solchen Neuheiten nicht auch ein Risiko ein? 

Unsere Kunden nicht. Wir benutzen und testen zunächst alles selbst, bevor wir es anbieten. Wie etwa Office 365 oder die Cloud. Teilweise entstehen Produktideen sogar dadurch, dass wir selbst nach einer Lösung für ein Problem suchen. Wenn diese dann gut ist, empfehlen wir sie weiter.

Wir verkaufen außerdem ja nicht vorwiegend das Produkt, das ein Unternehmen nutzt, sondern unseren Service. Wenn ein Großunternehmen seine gesamte Infrastruktur in einer Nacht-und-Nebel-Aktion umziehen will, wickeln wir das ebenso zuverlässig und diskret ab wie die Datenrettung von Rechnern, die durch den Aufruf von, sagen wir mal nicht jugendfreien Internetseiten, infiziert wurden. Viele nehmen uns für einen „Full-Service“ rund um neue Mitarbeiter in Anspruch, die wir mit Arbeitsequipment, Software, E-Mail-Adresse und Telefonanschluss ausrüsten. 

IT-Service, Software, Datenschutz, Weblösungen … Sie bieten ja einen ganzen Bauchladen an Dienstleistungen an. Wäre es nicht besser, sich nur auf ein Geschäft zu konzentrieren? 

Nein. Wir bieten sogar auch noch 3CX-Telefonanlagen an, seit sich die Telefonie zunehmend zur IT-Lösung entwickelt. Hiermit wird Homeoffice noch einfacher möglich, verteiltes Arbeiten lässt sich kostengünstig realisieren. Flexible Arbeitszeitmodelle werden nicht nur in Zeiten des Fachkräftemangels immer wichtiger werden – das sieht man gerade jetzt ganz aktuell in der Corona-Krise. Wir helfen dabei, die Fülle der Möglichkeiten zu nutzen. In der Praxis, bei unseren Kunden, greift ja alles ineinander. Da ist es eher ein Nachteil, wenn sich mehrere Dienstleister abstimmen müssen und einer dem anderen den Schwarzen Peter zuschiebt. Wir bieten das ganze Paket an. Von der Telefonie über IT, Webhosting bis hin zum Datenschutz. Und das günstig und effizient, weil wir das gesamte System im Blick haben. Am Ende sind wir verantwortlich dafür, dass bei unseren Kunden alles reibungslos läuft.